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Die Klippensinger




Die Fülle der auf Chanan-Jarad lebenden Rassen ist nahezu unerfassbar groß. Selbst die Weisen und Gelehrten der Akademien können ihre Zahl nur schätzen und ständig überraschen Abenteurer mit neu entdeckten Rassen, die irgendwo im Verborgenen ihre eigene Gesellschaft errichtet haben.
Die hier nachfolgenden Rassen sind deshalb nur die, welche zahlenmäßig am häufigsten zu finden sind und die, welche seit jeher im Sagenschatz und den Träumen der Erdbewohner verwurzelt sind.
Die verschiedenen Arten wurden von Wissenschaftlern und Forschern in vier Gattungen eingeteilt: Die Reinblütigen, die Mischblütigen, Sphärenreisende und die, welche in keiner dieser Einordnungen Platz finden.

Reinblütige (Menschenähnliche): Am häufigsten anzutreffen sind die Reinblütigen, welche in großer Zahl auf dem Kontinent vorkommen. Ihre sich weit erstreckenden Länder sind noch heute Zeugen von dem Geschick, dem Wille und der Widerstandsfähigkeit, mit der sie Kriege und Katastrophen überlebt haben und der Anpassungsfähigkeit, mit der sie selbst extremen Klimabedingungen trotzen.
Am wohl berühmtesten ist unter ihnen das schöne Geschlecht der Elfen. Diese eleganten Wesen werden gemeinhin in Lichtelfen und Schattenelfen unterteilt.
Die wohl variabelste Rassen bilden noch immer die Menschen, welche in beinahe jedem Land Chanan-Jarads anzutreffen sind.
Bekannt für ihre Schmiedekunst und ihren weit verzweigten Bergbau weisen die Zwerge eine unverkennbare Statur auf. Leider sind sie aufgrund ihrer Sturheit nicht allzu häufig in der Gesellschaft anderer Rassen anzutreffen.
Die als grob und rau verschrienen Orks sind häufiger in Gegenden anzutreffen, die manch unbedarfter Reisender eher meidet. Dennoch scheuen sie auch den Kontakt mit anderen Rassen nicht, sind jedoch häufig wegen ihrer Sitten nicht allzu gern gesehene Gäste.


Mischblütige (Tierartige): Die wohl ungewöhnlichsten und auffälligsten Gestalten gehören den Mischblütigen an. Über Jahrhunderte schafften sie es teilweise, ihre Kultur in die der Reinblütigen zu integrieren und sich einen festen Platz in den Völkern zu sichern. Dennoch leben noch heute viele von ihnen abseits der großen Länder, am Rande der Gesellschaft. oder führen ein Leben wie einst ihre tierischen Vorfahren.
Aufgrund verschiedener Kriterien wie Aussehen, Anatomie und anderen Eigenarten wurden sie von den Gelehrten in Vollwertige und Unvollkommene Mischblüter unterteilt.

Vollwertige Mischblüter:
Gefürchtet und geliebt ist besonders die Rasse der Wandler. Sie haben sowohl eine menschliche als auch eine tierische Gestalt, gelten meist als eigensinnig und besitzen ausgezeichnete Instinkte.
Die ungekrönten Herrscher der Meere sind die Meermenschen. Ihre Schönheit, zum Teil aber auch Gefährlichkeit, ließ sie schon frühzeitig in Lieder und Sagen der Völker Einzug halten.
Auf der Suche nach den kleinsten Rassen dürften wohl die Feen weit vorne liegen. Diese zierlichen bezaubernden Wesen sind nur sehr selten anzutreffen, nicht zuletzt durch ihre Vorsicht und Scheu. Manche Beobachter behaupten sogar, sie besäßen das Antlitz von Elfen.
Sehr frühe Geschichtsschreiber verwechselten die Echsenmenschen mit kleineren, flügellosen Drachen. Mit der Gefährlichkeit und Kraft eines Reptils und der Intelligenz eines Menschen gelten sie noch heute als unberechenbar.
Dem unerfahrenen Reisenden mag es wie ein Traum vorkommen, wenn ein Tier ihm gegenübersteht, aufrecht und verständig wie ein Mensch. Tatsächlich aber handelt es sich bei diesem eleganten und hübschen Wesen um einen Tiermenschen.

Unvollkommene Mischblüter:
Eine der bekanntesten Rassen sind die Zentauren. Ihre Weisheit und Stärke wird in vielen Liedern der Alten besungen. Der vierbeinige Unterkörper mit dem menschlichen Oberkörper gab schon immer Anlass zu Spekulationen.
Ausgelassen und musikalisch präsentieren sich die Faune. Im Gegensatz zu den Zentauren sind sie kleiner und besitzen nur zwei Beine an ihrem tierischen Unterleib.



Sphärenreisende: Viel Aberglaube und Unklarheit besteht im Zusammenhang mit diesen Rassen, oder sollte man besser "Erscheinungen" sagen? Selbst die Weisesten wissen nicht alle Rätsel zu ergründen und oft ist es wohl nur dem Willen der Götter überlassen, welche bemitleidenswerte oder glückliche Seele sich in einer dieser Gestalten wiederfinden wird.

Schreckgeschichten und grausame Realität vereinen sich in den Dämonen. Viele der Erdbewohner fürchten die ruhelosen Widergänger, deren Macht und Erscheinung nicht in das Reich der Lebenden gehört.
Beliebt und oft als gute Geister bekannt sind die Nymphen, welche mit ihrer liebreizenden Erscheinung und Güte Glück und Frieden verheißen.


Sonstige: Viele weitere Rassen existieren auf Chanan-Jarad. Manche wird man nur einmal in seinem Leben zu Gesicht bekommen, andere wohl nie. Doch nicht nur in Wünschen und Träumen sind einige von ihnen vertreten, auch an den schlimmsten Ängsten und Befürchtungen sind andere beteiligt.

Die wohl stolzesten Geschöpfe die je das Auge eines Sterblichen erblicken durfte sind die Drachen. Ihre Kraft und Geschmeidigkeit, gepaart mit ihrer gefährlichen Eleganz und viel besungenen Weisheit sind in allen Völkern berühmt und gefürchtet.
Selten, scheu und gütig zeigen sich die Einhörner. Ihr edler Charakter, Treue und Sanftmut machten sie zu einem Ebenbild von Unschuld und Gnade. Doch welch grausame Ereignisse, dass ein kleiner Stamm von Abkömmlingen dieser prachtvollen Tiere zu Nachtmahren gemacht wurde.
In vielerlei Gestalt wurden schon Werwesen gesichtet. Die bekanntesten sind jedoch noch immer die Schwarzen Wölfe, die Werwölfe.
Als "Kinder der Nacht" sind neben den Werwölfen auch die Vampire bekannt. Schon etliche Sterbliche fielen ihrer Schnelligkeit und ihrem magisch anmutenden Geschick, sich an ihre Beute anzuschleichen als wären sie unsichtbar, zum Opfer.