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Die Klippensinger




Die hier aufgelisteten Fähigkeiten können bei jedem Erdbewohner unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Meist sind sie an spezielle Rassen oder Umstände gebunden, in seltenen Fällen jedoch kann es vorkommen, dass ein Wesen von Geburt an mit einem Talent gesegnet ist.

VERWANDELN
ZAUBERN
DAS ZWEITE GESICHT
HELLSEHEN
EMPATHIE
TELEPATHIE
AUREN SPÜREN
DÄMMERSICHT
DUNKELSICHT
FERNSICHT





Verwandeln
Das Verwandeln ist die Fähigkeit, die körperliche Gestalt zu ändern und z.B. eine tierische Form anzunehmen. Dabei haben die Forscher der Akademien drei Gruppen des Verwandelns festgelegt. Das rassenbedingte Verwandeln, das krankhafte Verwandeln und das magieabhängige Wechseln der Gestalt.
Zum rassenbedingten Verwandeln zählen vor allem die Wandler. In ihrem Erbgut sind jeweils die Gestalten zweier Wesen (meist Mensch-Tier) festgelegt, die durch Training oder Stress aktiviert werden und den Wandler seine Erscheinung wechseln lassen. In gesundem Zustand ist die Verwandlung weder sonderlich kraftaufwändig noch schmerzhaft. Besonders zu Beginn kann es jedoch schwierig sein, eine Gestalt beizubehalten oder in eine andere zu wechseln, da das Verwandeln erst erlernt werden muss. Bei widrigen Umständen, etwa großer Erschöpfung, Kälte oder Verletzung, kann eine Verwandlung zuweilen unmöglich sein, sodass der Wandler bis zu seiner Genesung in einer Gestalt verharren muss.
Das Gestaltenwechseln der Werwesen hingegen ist ein Beispiel von krankhaftem Verwandeln. Es wird vor allem durch den Mond ausgelöst, wobei sich die Kontrolle über den Wandel durch Stress, Angst oder andere tiefe Emotionen verschlechtern kann. Einige Gelehrte gehen davon aus, dass Schuld an den körperlichen Veränderungen eine Krankheit ist, die durch Bisse und Wunden übertragen wird und die durch das Mondlicht zum Ausbruch kommt. Im Gegensatz zum rassenabhängigen Verwandeln ist das krankhafte Verwandeln für die Opfer sehr schmerzhaft und nur schwer kontrollierbar. Lediglich geborene Werwesen oder sehr alten (mehrere Mondgenerationen) Angehörigen dieser Art ist es möglich, die Verwandlung zu verzögern und die Schmerzen weitestgehend zu ignorieren. Dennoch muss jedes Werwesen einmal die Nacht - außer bei Neumond - mindestens eine Verwandlung durchleben, wobei die Häufigkeit und Dauer von Alter und Erfahrung abhängt.
Der magieabhängige Gestaltenwechsel ist - im Gegensatz zu den beiden anderen Formen - nur eine vorübergehende Veränderung der körperlichen Gestalt und hat keinerlei Auswirkungen auf die Seelenebene. Erreich wird dies durch höhere Zauber Wynnes, sowie Tränke Abeleras, die durch Wynne-Magie ergänzt wurden. Die Verwandlung selbst ist weder schmerzhaft noch anstrengend, doch kann es bei fehlerhaftem Zaubern zu schwerwiegenden Folgen kommen. Ebenso ist der Gestaltenwandel nur von kurzer Dauer und verliert nach ungefähr drei bis sechs Stunden seine Wirkung, da sonst Folgeschäden drohen (siehe "Risiken" von Wynnes Magie). Zudem sind entsprechende Zauber(-tränke) teuer oder verbrauchen - besonders bei der eigenen Verwandlung - viel Energie und Konzentration. Deshalb und wegen der Gefahren ist ein mehrmaliges Verwandeln am Tag nicht angeraten. Beim magiebedingten Wandel sind abhängig von Übung, magischem Talent und Glaube auch mehrere Gestalten oder die Verwandlung anderer möglich (siehe Magie Wynnes), was jedoch recht selten ist.
Die Kleidungsfrage spielt bei allen drei Arten eine Rolle. So müssen Werwesen stets darauf achten, sich vor der Verwandlung ihrer Kleidung zu entledigen, da sie sonst auf Grund der raschen Zunahme der Körpergröße zerreißt. Wandler hingegen können natürliche Materialien wie Leinen und Leder, die als Kleidung auf der Haut getragen werden, mit verwandeln. Dies bedeutet, sie besitzen als Tier lediglich das Fell, zurück in menschlicher Gestalt aber noch immer Kleidung am Leibe. Sollte sich an den Gewändern jedoch Metall (z.B. Knöpfe) befinden, so kann diese nicht mit verwandelt werden und bleibt unverändert an dem Tier. Genauso verhält es sich mit Schmuck und Waffen. Bei magieabhängiger Verwandlung muss der Betroffene sich aber keine Gedanken über seine Kleidung machen. Sie wird vollständig mitverwandelt bzw. je nach Wunsch und Fähigkeiten unverändert in die neue Gestalt übernommen.



Zaubern
Zu zaubern bedeutet, die Magie eines Gottes für sich oder andere nutzbar zu machen und damit die sichtbare Welt oder die Seelenebene entsprechend der einzelnen Eigenschaften der jeweiligen Magie zu verändern. Welche Zauber und Anwendungen möglich sind erfahrt Ihr bei den Beschreibungen der einzelnen Gottheiten.
Generell ist die Kraft und Dauer des Zaubers von der Konzentration des Zaubernden abhängig, weshalb Reinblütige in den meisten Fällen eher diese Fähigkeiten besitzen als Mischblütige, deren tierische Blutsteile mehr auf Instinkte und Reflexe ausgelegt sind als auf lange Konzentration. Dennoch hat nicht jeder Erdbewohner die Befähigung, Zauber zu wirken. Es gehört nicht nur ein fester Glaube an einen Gott, die Erfüllung der Rituale und eine Ausbildung in der entsprechenden Zauberkunst dazu, sondern es spielt auch eine Rolle, ob man von Geburt an ein gewisses Maß an Talent mit sich bringt. Andere Rassen, beispielsweise Einhörner, besitzen diese Fähigkeit jedoch immer und müssen nur den Umgang damit trainieren, um die Kraft zu bündeln und zu den gewünschten Ergebnissen zu kommen.
Hauptsächlich gibt es zwei Stufen, die ein Zaubernder erreichen kann: die gewöhnliche kleinere Verwendung der Magie, die zuweilen auch im Volk von Begabten gelehrt wird, und die Ausbildung zur/zum Magika/Magikus. Um Magiki zu werden benötigt es einer Ausbildung durch einen Lehrer, der an einer Akademie unterrichtet hat oder anderweitig die entsprechenden Fähigkeiten erlernt hat. Als Zeichen ihres Standes tragen die Magiki entsprechend ihrer verehrten Gottheit ein (meist magisches) Symbol bei sich.


Das zweite gesicht
Das zweite Gesicht ermöglicht es einem Wesen, die Seelenebene zu sehen und dadurch z.B. die wahre Gestalt eines Erdbewohners zu erblicken. Die normale Sicht wird dadurch nicht behindert. Vielmehr fassen die Betroffenen lediglich die sichtbare Welt ins Auge und müssen sich erst darauf konzentrieren, um die unsichtbare Seelenebene erblicken zu können, weshalb es nicht selten vorkommt, dass mit dieser Gabe gesegnete sie erst spät bei sich entdecken.
Das zweite Gesicht ist nur selten angeboren und wird hauptsächlich von Dämonen und Nymphen beherrscht. Auch Vampiren soll es möglich sein, diese Fähigkeit einzusetzen.


Hellsehen
Hellsehen bedeutet, die Zukunft in Bildern, Gefühlen, Klängen, Visionen und anderen Erscheinungen zu sehen. Ob nur Bruchstücke überbracht werden, ganze Szenen sich vor dem geistigen Auge abspielen oder lediglich eine vage Vorahnung existiert hängt von der Ausprägung des Talents bei jedem Einzelnen ab. Genauso unterschiedlich ist die zeitliche Entfernung der geweissagten Zukunft. Es kann vorkommen, dass Begabte Handlungen über mehrere Sonnenkreise oder gar Mondgenerationen vorhersehen können, das Gesehene kann sich aber auch innerhalb des nächsten Herzschlages abspielen.


Empathie
Empathie ist die Gabe, die Emotionen anderer Wesen zu spüren und zu deuten, auch wenn diese äußerlich mit keinerlei Gesten oder Mienenspiel ihre Gefühle verraten. Der auf diese Weise "Ausgehorchte" kann jederzeit das Eindringen in seine Gefühlswelt abblocken und spürt es auch, wenn jemand ihn empathisch auszuforschen versucht, auch wenn nicht immer der entsprechende "Täter" ersichtlich ist. Es kann auch vorkommen, dass ein Empath gar nicht erst in die Emotionen seines Gegenübers eintauchen muss, wenn dieser durch eine heftige Gemütsbewegung bereits die entsprechenden Signale aussendet.
Empathie ist im Gegensatz zur Telepathie abhängig von Instinkten und vom Einfühlungsvermögen. Sie funktioniert in der Regel nur über kleinere Entfernungen von wenigen Schritt. Angeboren ist diese Gabe bei Faunen, Zentauren und Tiermenschen, doch muss ihr verantwortungsvoller Gebrauch erst erlernt werden, wenngleich sie immer einsetzbar ist.


Telepathie
Die Telepathie bezeichnet das Aussenden von Gedanken, Bildern, Sprache und Gefühlen an andere Wesen allein durch die Kraft des Geistes. Anhängig von der Geduld des Telepathen und seiner Begabung kann dieser Austausch über große Strecken erfolgen, kostet aber dann enorm viel Kraft und Konzentration.
Telepathie ist für den, der damit kontaktiert wird nicht spürbar, d.h. die fremden Gedanken und Eingebungen tauchen plötzlich im Kopf auf und können auch nicht abgeblockt werden.
Drachen, Einhörner und Feen besitzen diese Fähigkeit von Natur aus, die Verwendung muss in jedem Fall aber erst trainiert und geübt werden, um den richtigen Adressat mit der passenden Intensität zu erreichen.


Auren spüren
Jeder Erdbewohner ist von einer Aura umgeben, die durch seine Seelenebene erzeugt wird. Sie gibt verschiedene Anhaltspunkte über ihren Träger Preis, so z.B. magische Begabungen, Erscheinungen der Seelenebene oder tiefe Verletzungen und Ereignisse der Vergangenheit des Betroffenen.
Wer Auren spüren kann ist also in der Lage, in verschiedenem Maß Informationen über sein Gegenüber zu erhalten. Die Intensität und Genauigkeit hängt dabei von der angeborenen Befähigung ab und kann durch späteres Training zwar zuweilen ausgebaut, aber nicht sonderlich verstärkt werden.
Dazu in der Lage sind von Geburt an Drachen, Feen und Einhörner, jedoch wird berichtet, dass auch eine hohe Anzahl von Lichtelfen diese Gabe - wenn meist auch in geringerem Maße - besitzt. Generell können auch Magiki oder Anhänger Danwigs durch ihr eigenes magisches Talent diese Fähigkeit erwerben.


Dämmersicht
Die Dämmersicht ist eine Abschwächung der Dunkelsicht. Die so Begabten können in der Dämmerung und bei schlechten Lichtverhältnissen wesentlich deutlicher als normale Erdbewohner sehen. Selbst bei einer nur schwachen Lichtquelle ist es ihnen möglich, ihre Umgebung in Umrissen und Grauschattierungen klar wahrzunehmen. Je schlechter die Beleuchtung ist, desto unschärfer wird aber auch dieses Schwarz-Weiß-Bild.


Dunkelsicht
Die Dunkelsicht ist die Gabe, selbst bei dem vollkommenen Fehlen einer Lichtquelle sehen zu können. Sie ermöglicht es den Betroffenen, ihre Umgebung dunkler als am Tage wahrzunehmen. Das anvisierte Objekt erscheint zwar bunt, jedoch ist die Tönung stark verschoben, weshalb die Farben unnatürlich zu glimmen scheinen, während der Hintergrund sich in Grau-und Schwarztönen auflöst.


Fernsicht
Wer über Fernsicht verfügt hat die sprichwörtliche Gabe, wie ein Adler zu sehen und kann selbst weit entfernte Objekte mit großer Deutlichkeit wahrnehmen. Die Gabe ist ebenso wie die Sehschärfe von Geburt an vorhanden, kommt aber in sehr unterschiedlicher Ausprägung vor, sodass manche nur besser als der Durchschnitt sehen können, andere hingegen niemals ein Fernglas benötigen werden.